Adrian Warburton...

 












Der Engländer Adrian Warburton galt als unterdurchschnittlicher Pilot und wurde daher von der Aufgabe von Patrouillenflügen entbunden. Erst durch den Wechsel zur Reconnaissance erregte er mit seinen spektakulären Aufklärungsfotos Aufsehen, sein unorthodoxes Handeln brachte den Piloten immer wieder in heftige Kampfhandlungen. Viele weitere hilfreiche Aufklärungsflüge machten ihn schließlich zu einem bekannten Fliegerass, geehrt durch zahlreiche Auszeichnungen und den Rang eines Wing Commanders. Es waren mit unter seine Aufklärungsergebnisse, anhand der Luftbilder von 1943, die die erfolgreiche Invasion der Alliierten in Sizilien ermöglichten.


Am 12. April 1944 führte ihn ein Aufklärungsflug von England aus bis München. Dort spürten ihn die Beobachter der 3. schweren Flakbatterie 571 als erste auf. Eine Salve der Batterie beschädigte das Flugzeug vom Typ Lightning so schwer, dass es bei Egling abstürzte. Erst im März 2003 entdeckte ein Bauer das Wrack der Maschine und Leichenfragmente in seinem Acker. Nach Auskunft der ausgrabenden Historiker muss sich die Maschine beim Absturz auf den Rücken gedreht und durch die beiden Propeller tief in den Boden gebohrt haben, sodass Warburton in seinem Cockpit keine Überlebenschance hatte. Die sterblichen Überreste Adrian Warburtons wurden im Mai 2003 auf einem Soldatenfriedhof bei Tegernsee mit militärischen Ehren beigesetzt.


Adrian Warburton posiert im Hintergrund dieser Seite vor seiner
Martin 167F Maryland.